Niersteins historisches Gedächtnis ist bald gerettet |
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| Erneut 20.000 Euro Förderung für das Stadtarchiv
Eine gute Nachricht für Nierstein: Auch 2026 erhalten die Stadt und der Geschichtsverein vom Land Rheinland-Pfalz eine Förderung für die Rettung teils schwer geschädigter historischer Dokumente im Stadtarchiv. Mit 20.000 Euro wurde die maximal mögliche Zuwendung pro Jahr bewilligt – es ist bereits der siebte Förderantrag in Folge, dem das Land zustimmt. Für Dr. Susanne Bräckelmann, 2. Vorsitzende des Geschichtsvereins Nierstein und Archivbeauftragte der Stadt, ein Beleg dafür, wie wertvoll das Niersteiner Stadtarchiv mit seinen bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden historischen Dokumenten ist. Und auch ein Beleg dafür, dass ihr Planungskonzept – eine wesentliche Grundlage für die Förderanträge – überzeugt. Das große Restaurierungsprojekt „Lückenschluss in Nierstein“ nähert sich damit seinem erfolgreichen Abschluss. |
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Diese Summe setzt sich zusammen aus den Fördermitteln und einem Eigenanteil in Höhe von 30.000 Euro: 20.000 Euro stammen aus zweckgebundenen Spenden, die der Geschichtsverein Nierstein gesammelt hat: „Die Spendenbereitschaft ist überwältigend und für dieses Projekt von enormer Bedeutung“, betont Bräckelmann. Weitere 10.000 Euro finanziert die Stadt Nierstein aus Haushaltsmitteln. Der aktuelle Restaurierungsauftrag wurde an die Firma Schempp Bestandserhaltung GmbH in Kornwestheim vergeben.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Quellen zum Wandel von Organisation und Verwaltung der Gemeinde Nierstein im 17. - 19. Jh. Das umfasse, erläutert Bräckelmann, einen überaus spannenden Zeitraum, in dem Nierstein zunächst zur Kurpfalz, dann zu Frankreich und zuletzt zu Hessen gehörte. Nach Abschluss dieses Auftrags sind insgesamt 90 Prozent der geschädigten historischen Akten restauriert und damit auch für zukünftige Generationen gesichert. Im kommenden Jahr sollen die letzten 27 Akten folgen. |
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Stadtbürgermeister Jochen Schmitt bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Susanne Bräckelmann. Die Archivbeauftragte treibe die Archivarbeit ehrenamtlich und mit großer Akribie voran und habe auf diesem Weg bereits mehrere Zehntausend Euro an Fördergeldern für die Stadt Nierstein akquiriert.
Beispiele dafür, wie die Papierschäden, die von den Restauratoren behoben werden konnten, einmal aussahen.
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| © Texte und Fotos – soweit nicht anders angegeben: Geschichtsverein Nierstein e.V. | ||
Nierstein, Juli 2026 |
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