Aktuelles

Neue Ausgabe der Niersteiner Geschichtsblätter

Den Titel ziert eine Collage mit dem Porträt von August Eckert und dem alten Niersteiner Rathaus. Eckert war nach dem Ersten Weltkrieg zum Bürgermeister Niersteins gewählt worden.

Erstmals stand damit ein Weinbergsarbeiter, kein Weingutsbesitzer, an der Spitze der Gemeinde, wie Hans-Peter Hexemer, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins Nierstein, in seinem Beitrag über das Revolutionsjahr 1918/1919 ausführt. Vorstandsmitglied Georg Zimmermann schreibt über eine schöne Medaille, die sein Großonkel Weihnachten 1916 vom Hessischen Großherzog Ernst Ludwig und dessen Ehefrau Eleonore geschenkt bekommen hatte. Horst Schmidt versucht anhand eines zufällig entdeckten Abzeichens, die Geschichte des heute in Vergessenheit geratenen Schwabsburger Soldatenvereins zu ...

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Führung über den jüdischen Friedhof von Oppenheim

Vor 80 Jahren wurden am 9. und 10. November 1938 in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Wohnungen und Gotteshäuser von organisierten nationalsozialistischen Schlägertrupps zerstört. Hunderte von Menschen wurden gequält, gedemütigt, verhaftet, getötet oder in den Selbstmord getrieben. Auch in Nierstein hatte der Mob gewütet. Zum Zeichen des Gedenkens an die Pogromnächte bot der Geschichtsverein in diesem Jahr eine Führung auf dem Oppenheimer Judenfriedhof an, auf dem seit je her auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Niersteins begraben wurden.
Mehr als fünfzig Besucher konnte Vorstandsmitglied Susanne Bräckelmann bei bestem Wetter in Oppenheim begrüßen. Johanna Stein, Mitglied im Arbeitskreis „Stolpersteine“ ...

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Auf den Spuren des Adels

Zu den Tagen der offenen Winzerhöfe und dem Tag des offenen Denkmals am zweiten Wochenende im September boten der Verkehrsverein und der Geschichtsverein erstmals gemeinsam einen Stadtrundgang unter dem Motto „Auf den Spuren des Adels“ an. Vorstandsmitglied Dr. Susanne Bräckelmann brachte an beiden Tagen jeweils 35 Teilnehmern die Historie Niersteins mit besonderem Blick auf die – zum Teil noch heute erhaltenen – Adelshöfe an. Bei jeder der acht Stationen wusste sie Wissenswertes und Unterhaltsames zu den früheren vornehmen Besitzern zu berichten, zeigte immer wieder deren enge – manchmal auch zu enge – Beziehung zum Wein auf.

Die Runde begann am Fronhof, wo im Mittelalter Könige urkundeten und noch heute Straßenbezeichnungen wie „Hinter Saal“ und „Saalpförtchen“ an die Lage des ersten Königshofes (Saalhofes) erinnern. An dessen Stelle ...

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Weihwasserbecken aus dem Mittelalter: „Ein Stück Schwabsburger Geschichte“
Vorstandsmitglied Georg Zimmermann übergibt Objekt an katholische Gemeinde

Es ist für Schwabsburg eines der ältesten Zeugnisse der Ortsgeschichte, das Pfarrer Johannes Kleene, Leiter der Pfarrgruppe Oppenheim, von Herrn Georg Zimmermann überreicht bekommt.
Dieses Zeugnis ist ein Weihwasserbecken aus dem Spätmittelalter und wird in das 13. Jahrhundert datiert. Das kalottenförmige, ausgehöhlte Sandsteinobjekt ruhte ursprünglich wohl auf einem separat gefertigten Säulenpfeiler oder auf einer Wandkonsole. Auffällig sind der unregelmäßig weich abgeschliffene Rand und die schlichten gurtartigen Reliefelemente an der Außenseite des Weihwasserbeckens. Diese und weitere Anhaltspunkte ...

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„Fer en gude Freund habbe mer immer noch en bessere“
Niersteiner Geschichtsrevue begeisterte das Publikum

2000 Jahre Niersteiner Geschichte – spannend und faktenreich erzählt von Hans-Peter Hexemer, in lebhaften Spielszenen dargestellt vom AHA-Theater Nierstein und mit unterhaltsamen und stimmungsvollen Liedern von Tobias Bieker ergänzt – so wurde die neue und erstmals aufgeführte Niersteiner Geschichtsrevue im Rahmen der Woche „Niersteiner R(h)einkultur“ auf dem Schiff Cassian Carl vom Geschichtsverein präsentiert. Die Aufführung fand unter besonderen und traurigen Vorzeichen statt, denn am Tag zuvor war der Kulturbeauftragte der Stadt und zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins Hans-Uwe Stapf für alle unvorhersehbar aus dem Leben geschieden. Geschockt, traurig und dankbar gedachten deshalb zu Beginn ...

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Geschichtsverein Nierstein im Weserbergland unterwegs
Sommerkulturreise auf den Spuren des Adels-geschlechts von Haxthausen

Der Haxthäuser Hof – dieses Gebäude prägt seit Jahrhunderten den Niersteiner Marktplatz. Die Sommerkulturreise des Geschichtsvereins führte auf den Spuren dieses bedeutenden und weitverzweigten westfälischen Adelsgeschlechts ins Weserbergland, wo die von Haxthausens noch heute begütert und ansässig sind. Die Herrenhäuser beider Linien – der schwarzen evangelischen wie der weißen katholischen – konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei in Begleitung von Caspar Moritz von Haxthausen kennenlernen, der sich ...

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Tagesexkursion nach Wiesbaden

Die russisch-orthodoxe Kapelle war das Ziel unserer diesjährigen Tagesexkursion am 2. Juni 2018. Bei bestem Sonnenschein ging es für die 18 Teilnehmer per Bahn nach Wiesbaden und mit der Standseilbahn hinauf auf den Neroberg mit seiner prachtvollen Aussicht.

Hier empfing uns Architekt Wilhelm Würtz, der die knapp sieben Jahre dauernden Restaurationsarbeiten an und in der Kapelle geleitet hat. An diesem Samstag weihte der russische Bischof aus München eine sehr wertvolle Ikone mit einem Gottesdienst ein. Wer wollte, konnte in der Kapelle eine Weile dem Gottesdienst lauschen. Mithilfe zahlreicher Fotos erklärte Wilhelm Würtz die Besonderheiten dieses prächtigen Baus. Nicht weit entfernt liegt der sogenannte „Russenfriedhof“. Auch hier gab es allerhand ...

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Vortrag über Hexenverfolgung

Auf enorm große Resonanz stieß unser Vortragsangebot am 9. Mai 2018: Gut 60 Gäste waren gespannt auf die Ausführungen von Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, zum Thema „Hexenverfolgung in Mitteleuropa“. Jeder, so führte Dr. Susanne Bräckelmann, Vorstandsmitglied im Geschichtsverein Nierstein, einleitend aus, habe spontan Bilder vor Augen, ob es nun die sympathische „Kleine Hexe“ aus dem Kinderbuch von Preußler sei oder die unheimliche, bucklige Version, die man aus vielen Märchen kennt. Genauso sehe es beim Stichwort „Hexenverfolgung“ aus, grausame Bilder von Scheiterhaufen gebe es viele und schnell verbinde man sie mit einem vermeintlich „finsteren Mittelalter“ und ...

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Julia Kreuzburg berichtet über die „Arisierung“ des jüdischen Weinhandels in Rheinhessen durch die Nationalsozialisten

Auch die jüdischen Weinhändler in Rheinhessen und in Nierstein wurden von den Nationalsozialisten nach der Machtergreifung 1933 verfolgt. Welch perfider Mittel sich die Nazis dabei bedienten, um sie ihrer Betriebe und ihres Privatvermögens zu berauben, stand im Mittelpunkt des Vortrages anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus beim Geschichtsverein Nierstein.
Beschönigend hätten die Nazis diesen scheinlegalen Raub „Arisierung“ genannt, wie Vorsitzender ...

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Ausstellung „Wein im Judentum“ eröffnet
Geschichtsverein zeigt Exponate in Niersteiner Filiale der Volksbank Alzey-Worms

„...besehen wir, ob der Rebstock treibt...“ – unter diesem Titel hat die Initiative SchUM Städte e. V. eine hochinteressante Ausstellung zum Thema „Wein im Judentum“ gestaltet. Welche Bedeutung der Wein von alters her hatte, welche Traditionen über die Jahrhunderte entstanden sind und wie Judentum, Rhein und Wein zusammenkommen – hierüber kann der Besucher bis zum 8. Februar in der Niersteiner Filiale der Volksbank Alzey-Worms eine Menge erfahren. Vor einem interessierten Kreis von Gästen, unter ihnen auch der evangelische Dekan Michael Graebsch, wurde die Ausstellung vom Vorsitzenden des Geschichtsvereins Hans-Peter Hexemer, der ...

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Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018 laden wir ein zu einem Vortrag und zu einer Ausstellung. Die Ausstellung mit dem Titel … besehen wir, ob der Rebstock treibt…“ Wein im Judentum: Von Traditionen und Genuss“ findet statt in der Filiale der Volksbank Alzey-Worms in Nierstein, Marktplatz, vom 18. Januar bis 8. Februar 2018, wochentags während der üblichen Geschäftszeiten

Eröffnung: Donnerstag, 18. Januar 2018, 18 Uhr

Auf 12 Bannern werden verschiedene Aspekte beleuchtet, die sich auf Wein und Judentum beziehen:

Was unterscheidet koscheren von nichtkoscherem Wein? Was steht in Thora und Talmud, dem Hohelied und den Psalmen zu Wein? Wie gestaltet sich der Segen über den Wein anlässlich jüdischer Feiertage oder am Schabbat? Wieso werden an Pessach vier Glas Wein getrunken und an Purim noch viel mehr? Die Ausstellung der SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V. widmet sich diesen und weiteren Fragen zum Thema Wein und Judentum. Zur Eröffnung sprechen die Geschäftsführerin der SchUM-Initiative Dr. Susanne Urban und der 1. Vorsitzende des Geschichtsvereins Nierstein.

Der Vortrag befasst sich mit dem Thema: Die Arisierung des jüdischen Weinhandels in Rheinhessen Referentin: Julia Kreuzburg M.A. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 26. Januar 2018, um 18 Uhr, im Rathaus Nierstein, Riesling-Galerie, Bildstockstraße 10.

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Fortsetzung von "Aktuelles": Aktuell 2017